Regenbogenbank

   
         

Ausgangspunkt war, eine bereits bestehende Bank aus Beton, die eine zweistufige Sitzfläche hatte. Diese Form, die auch durch die Anordnung um einen Baum gekennzeichnet war, sollte als Art Forum erhalten bleiben. Die Möglichkeit der Kommunikation, aber auch der Entspannung stand im Vordergrund und so lag es nahe, diese beiden Aspekte auch in die weitere Gestaltung einzubeziehen.
Gemeinsam sollten Kinder, Erzieher und Eltern Fliesen in Ton gestalten. Die Form dieser Fliesen war vorgegeben, nicht aber ihre Oberflächenstrukturen. Alle Gegenstände, die oft Verwendung im Alltag der einzelnen Personen finden, konnten in das weiche, plastische Material gedrückt werden. Das so entstandene Relief ist dem Alter, den Neigungen und auch ein wenig der Persönlichkeit nach sehr unterschiedlich. Es bleibt beim Brand bestehen und kann immer wieder neu interpretiert werden. Das gemeinsame Erlebnis des Schaffens stand im Vordergrund. Diese haptische Erfahrungen kommen den Kindern zu Guten, denn sie begreifen ihre Umgebung im wörtlichen Sinne, mit ihren Händen und der Haut, sie kommen zur Ruhe und entspannen sich beim Arbeiten mit Ton.
Die Farbgebung der Fliesen soll an einen Regenbogen erinnern, denn die Kindertagesstätte hat den schönen Namen „Kinderhaus Sonnenschein“ und so ein Sonnenstrahl kann in sein Farbspektrum zerlegt werden und schillert dann in allen erdenklichen Tönen. Genauso bunt soll die zweite Haut der Betonbank werden und somit die kindliche Phantasie anregen. Hier können immer wieder neue Geschichten gesehen, neue Details, einem Wimmelbuch gleich, entdeckt werden oder einfach nur die Sonne genossen werden.